Baustoffe

  • Auffüllkies
  • Baustoffgemisch
  • Recyclingschotter
  • Rheinkies, Rheinsand
  • Schotter
  • Split
  • Oberbodengemisch

Sand ist ein wichtiger und knapper Wertstoff

Kies – für Beton, Erdbau & Drainagen

Baustoffe – Ein Grundpfeiler der Zivilisation

Unter dem schlichten Wort „Baustoffe“ wird eine ganze Reihe von Materialien zusammengefasst. Schon früh in der Geschichte begann der Mensch, sich eigene Behausungen zu errichten. Zu den allerersten Baumaterialien zählte vor allem das, was in der freien Natur zu finden war: Hölzer, Natursteine und Lehm. Im Laufe der Zeit wurden die Methoden zur Gewinnung von Baumaterial immer weiter verfeinert, und auch die Kenntnisse über die Eigenschaften der einzelnen Stoffe wurden immer umfangreicher. Damit wurden immer bessere und größere Gebäude technisch machbar.

Die meisten heute verwendeten Baustoffe sind derweil oftmals Massenrohstoffe wie Kalk, Sand, Schotter und Kies sowie daraus hergestellte Produkte wie Glas, Beton oder Stahl. Die umfassenden Kenntnisse aus der modernen Stoffchemie und Physik sorgen dabei für viele Möglichkeiten, die Eigenschaften der eingesetzten Baustoffe in weiten Bereichen einzustellen. Ganz nach den Anforderungen des jeweiligen Bauwerks lassen sich beispielsweise sehr verschiedene Stahlsorten einsetzen, die etwa besonders zugfest oder korrosionsbeständig sind.

Baustoffe als Klimafaktor

Lange Zeit war die Gewinnung von Baustoffen eine schlichte Notwendigkeit – für Bauholz wurden Wälder gerodet, zur Zement- und Stahlproduktion wurden enorme Mengen Energie verwendet und auch viel Kohlendioxid freigesetzt. Erst in den letzten Jahrzehnten entstand langsam aber sicher ein Prozess des Umdenkens, durch den Baustoffe nicht mehr als alternativlose Notwendigkeit angesehen wurden, sondern in einen ökologischen Kontext gestellt wurden. Das führte zu einer regelrechten Explosion von Innovationen. Die klassischen Baustoffe der Moderne bekamen nun plötzlich beachtenswerte Konkurrenz durch neue Produkte, die den Fokus vor allem auf Nachhaltigkeit setzten.

Materialien aus der Natur, beispielsweise Bambus, die ohne energieintensive Produktion auskommen, spielen dabei eine immer größere Rolle. Energieeffizienz und Recyclingfähigkeit bekommen zunehmend mehr Gewicht, denn unsere Ressourcen sind tatsächlich begrenzt. Schon heute gibt es beispielsweise Engpässe bei der Versorgung mit geeignetem Sand für die Betonproduktion. Angesichts der begrenzten Möglichkeiten zum Betonrecycling sind taugliche Alternativen natürlich hochwillkommen.

Holz als Baustoff erlebt seit einiger Zeit ebenfalls eine Renaissance, mit neuen Herstellungs- und Konstruktionsverfahren können energetisch effiziente Häuser mit wenig Aufwand hergestellt werden, entweder aus großformatigen Fertigteilen oder in Form von leicht handhabbaren Einzelbausteinen, wie sie etwa von Brikawood produziert werden. Bei diesem Konzept werden sogar die Produktionsabfälle direkt mit verwendet, aus ihnen wird die Wärmedämmung hergestellt.

Ein wichtiger Aspekt: Entsorgung und Recycling

Dort, wo bislang noch klassische Baustoffe notwendig sind, sowie beim Rückbau bzw. Abriss von bestehenden Bauwerken, haben Umweltaspekte ebenfalls immer mehr Gewicht. Nicht immer gelingt die Wiederverwertung von Baustoffen, manche Materialien wie beispielsweise Beton lassen sich nur begrenzt wiederverwerten und werden eher im Sinne von Downcycling aufbereitet. Gerade hier ist es also besonders wichtig, eine möglichst gute Lösung zur Wiederverwertung zu finden. Wird Beton etwa möglichst sortenrein vorsortiert und die gegebenenfalls vorhandene Armierung dem Stahlschrott-Recycling zugeführt, lassen sich je nach Ausgangsmaterial hochwertige Recyclingbetone herstellen, die sogar im konstruktiven Betonbau eingesetzt werden können.